Kuchenbacken in China

Selbstgebackener Kuchen - im Dunkeln sah er fast so aus wie in Deutschland :P
Selbstgebackener Kuchen - im Dunkeln sah er fast so aus wie in Deutschland :P

Letzten Sonntag musste ich die bisher größte Challenge bestehen: Kuchenbacken!

 

Das Problem war eigentlich nicht das Backen an sich, sondern das Zutatenbeschaffen...

Als der Geburtstag meiner Gastschwester immer näher kam, war ich wild entschlossen, ihr unseren traditionellen Familien-Geburtstagkuchen zu backen, den Entenknochenkuchen (lange Geschichte warum der so heißt, und ich weiß auch nicht, ob ich die hier überhaupt erzählen darf. Mama? Papa?). Also wagte ich mich letztes Wochenende mit Luzi als Unterstützung und einem Zettel mit den chinesischen Übersetzungen der Zutaten in den Metro (wo man so viele Ausländer trifft, dass es einer meiner Lieblingsplätze ist :P). 

Nach ein einhalb Stunden umherirren und anschließendem Gang zum Carrefour hatten wir leider folgende Sachen immer noch nicht gefunden: Vanillinzucker, Puderzucker, MARZIPAN!!!! Und richtige Sauerkirschen gab es auch nicht, nur so komische grellpinke, die wir aber aus lauter Verzweiflung dann doch gekauft haben.

Die beiden Zuckervariation ersetzten wir einfach durch normalen Zucker :D Das mit dem Marzipan war aber ein richtiges Problem...

Schlussendlich kaufte ich Mandeln um das Marzipan zu ersetzen, die ich aber nicht ganz klein mahlen konnte, weil die Maschine meiner Gastfamilie kaputt war...

 

Ergebniss: Ein Kuchen, der zwar komplett anders als in Deutschland, aber trotzdem besser als erwartet schmeckt und eine Tina, die sich total drüber freut. Also hat sich die Anstrengung doch gelohnt :)

Von gestern auf heute habe ich bei Luzi übernachtet; in ihrer Wohnung fühlt man sich echt wie im Hotel ^^

 

Außer Filmeschauen und Schlafen haben wir nicht sehr viel gemacht, nur heute Nachmittag waren wir mit Chloe, Luzis Gastschwester, und deren Mutter + Bruder in einem Park. Schaut euch die Fotos an, die erklären alles!

 

PS: Chinesen stehen offensichtlich nicht nur darauf, Fotos zu machen, sondern im Besonderen Fotos während man springt - ich wundere mich immer wieder über dieses seltsame Land :D

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Kommentare: 3
  • #1

    die Dorle (Samstag, 16 November 2013 20:07)

    Den Kuchen kenn ich!!!!!!!!!
    Den hat deine Mama mir vor laaanger Zeit mal gebacken. Und das war niedlich, weil sie so Stückchen abgeschnitten hatte... aber nicht in Kuchenstückform abgeschnitten, sondern so, als würde man auf einer Sekante abschneiden. Und der stand dann auf unserem WG-Küchentisch, der deinem Papa gehörte, als er noch nicht dein Papa war, und der jetzt in eurer Münchner Küche steht, in neuem Glanz.
    Warum der nun ausgerechnet "Entenknochenkuchen" heisst, wüsste ich allerdings auch gerne.

  • #2

    Nelson Killius (Sonntag, 17 November 2013 10:17)

    Sehen *sehr* cool aus! die Spring-Fotos!

    Gratulation zum Kuchen, freut mich, dass sich Tina so gefreut hat. Und, ist ja kein Geheimnis: der Kuchen heißt Entenknochenkuchen, da er aus, na? Richtig: Entenknochen gemacht ist. Diese Zutat war vermutlich nicht so schwer in China zu bekommen. In München ist es etwas schwerer: im Englischen Gärten (Achtung: Heimweh) Enten erlegen, mit nach Hause nehmen, entbeinen, dann am Balkon liegen lassen, bis die Knochen schön bleich sind, mahlen, fertig. Das ist eigentlich schon das Geheimnis.

    Alles Liebe und auf bald,

    Papa.

  • #3

    die Dorle (Sonntag, 17 November 2013 11:10)

    Ach so!
    Und in Gö waren das dann Enten aus dem Cheltenham-Park?
    Jo!!

Zeit in China:

你好!

Ich heisse Lucy, komme aus München und bin 15 Jahre alt. Von August 2013 bis Juni 2014 verbringe ich 10 Monate in China.

Kontaktieren könnt ihr mich gerne unter:

lucy.roellecke@gmail.com / Skype: lilo18181 / QQ: 1909833237