Rückwärts zählen

Welcome to China - again and again!
Welcome to China - again and again!

Wie ihr sehen könnt, wenn ihr mal auf die Anzeige rechts schaut, ist morgen schon mehr als die Hälfte meiner Zeit hier vorbei. Ob das jetzt ein Grund zum Feiern oder zum Trauern ist, das bleibt euch überlassen (obwohl ich stark davon ausgehe, dass ihr mich alle wahnsinnig vermisst, nicht? ;)). Eigentlich dachte ich ja, dass ich jetzt wohl so eine Art Bilanz oder so ziehen sollte... Aber dummerweise habe ich da gar keine Lust drauf und wüsste auch gar nicht, wie anfangen :P Also, wenn ihr trotzdem irgendwelche dämmlichen Fragen habt wie zum Beispiel "Bereust du, nach China gegangen zu sein?", nur her damit! (Achja, die Antwort auf diese wäre wohl: "Manchmal." Was zum Nachdenken ;)).

 

Jetzt also zum Alltag zurück:

Die Ferien scheinen ziemlich schnell vorüberzugehen, was daran liegt, dass ich (noch) ziemlich gut beschäftigt bin. Die Woche nachdem wir aus Jiuzhaigou wiedergekommen waren, habe ich damit verbracht, gaaanz viel Spaß mit meiner Gastschwester, Luzi und noch einem anderen Freund zu haben. Darunter: Schlittschuhlaufen (ich kanns gar nicht mehr), Kino, Karaoke, ganz viel Essen, Shoppen und den ganzen Scheiss halt, den man so als Teenager macht (korrigiere: als Teenager in China, ins Komasaufen gehört hier nämlich nicht dazu :P (sorry, geschmackloser Witz. Aber wenn ich eins von Luzi gelernt habe, dann, dass man über alles und jeden Witze machen kann :D)). Achja, und natürlich dieses ganz wundertolle Picknick - siehe Bilder.

 

Luzi, ich vermisse dich!!!

(sie ist diese und nächste Woche nicht in Chengdu und ich verzweifle jetzt schon :((()

 

Letzten Freitag bin ich dann frühmorgens mit meiner Gastfamilie die sieben (!) Stunden in eine "Klein"stadt (die trotzdem genauso groß München ist) nahe Chongqing gefahren (eigentlich noch ein Stadtbezirk davon, für mehr Infos klick hier). Dort hat mein Gastvater einen Teil seiner Firma, die übrigens Handykameras herstellt, und außerdem kommt da sowohl seine Familie als auch die meiner Gastmutter her. Dort habe ich schon eine Art "Vorgeschmack" auf das eigentliche chinesische Neujahr am 30ten bekommen. Um die Zeit herum besuchen die meisten Chinesen ihre Familien, es wird geredet, getrunken und vor allem: Gegessen! Weswegen mir auch seit drei Tagen konstant schlecht war...

 

Aber von vorne. Auf jeden Fall sind wir dann am Freitagnachmittag angekommen und erstmal zum Hotel (krass! Siehe erstes Foto) gefahren, wo wir aber auch gleich wieder aufgebrochen sind, und zwar zu Tinas Großeltern (väterlichseits, die von der Mutter wohnen auch in Chengdu). Ein paar Eindrücke aus der chinesischen Kleinstadt: 1.Arm, so arm; 2.Schmutzig. Ich wusste nicht, dass es wirklich noch schlimmer werden kann als in Chengdu, was Luftverschmutzung angeht, aber es geht!!! Schaut einfach nur das dritte Bild an und ihr versteht was ich meine...; 3.Immer noch sooo viele Leute!; 4.Kein einziger anderer Ausländer, und natürlich wird man dementsprechend unverhohlen angestarrt (ist denen das denn gar nicht peinlich oder so?! :O). Deswegen habe ich dummerweise auch eine Wette gegen Tina verloren, die mir das prophezeit hat, aber ich Dummi hab ihr nicht geglaubt... und 5.Die ganze Stadt ist auf Bergen gebaut - dementsprechend sind die meisten Straßen ziemlich steil, was den Verkehr noch sehr viel spannender machte ^^

Endlich bei den Großeltern angekommen, gab es Essen (da war ich noch naiv und hab schön viel gegessen) und dann war es ziemlich langweilig, weil die gesamte Familie auf Chinesisch durch den Raum geschrien hat und ich einfach nichts verstanden hab.

(Achja, dazu eine interessante Nebeninfo: Da die Einführung der Einkindpolitik ja nicht allzu lange her ist, war es z.B. Tinas Großeltern noch erlaubt, mehrere Kinder zu haben. Was jetzt nun wiederum heißt, dass Tina trotz Einkindpolitik mehrere Onkel und Tanten hat und somit eine ziemlich große Familie an Neujahr zusammenkommt, was ich irgendwie nicht erwartet hätte.)


Nach dem Essen sind wir dann allerdings noch mit Tinas Cousin und seiner Frau BBQ essen gegangen, wo ich es natürlich sofort bereut habe, so viel gegessen zu haben...

 

Am Samstag ging es prompt mit Essen weiter. Nach dem obergeilen westlichem Frühstück im Hotel gab es mittags Rostfisch und nachmittags/abends ein Firmendinner. Das war generell ziemlich schrecklich: Äußerlich unserer schulischen Weihnachtsparty ähnlich gab es ganz viele Tanz-/Gesangvorstellungen, die total laut und nervig waren... Für Teenager ist das ja auch nachvollziehbar, doch warum sich auch noch erwachsene Menschen auf der Bühne lächerlich machen und damit das gesamte Publikum, von dem ohnehin niemand zuhörte, nerven müssen, ist mir bis heute nicht klar ^^ Der lustige Aspekt des Firmendinners war aber, als die drei Chefs (darunter Tinas Dad) von Tisch zu Tisch ziehen und mit allen ihren Angestellten anstoßen mussten. Da Chinesen ja schon von Natur aus eine schlechte Alkoholverträglichkeit haben, war das sehr lustig anzusehen :D Nervig war dann nur, dass Viele noch dazu an unseren Tisch kamen und man dann auch immer aufstehen und anstoßen musste, ich natürlich nur mit O-Saft ;)

Davor sind wir schnell ein Stück aufs Land herausgefahren, weil Tinas Vater ein Grundstück dort kaufen wollte. Um zu sehen, ob sich das Grundstück eignet, haben sie extra einen "Wahrsager" engagiert, der doch dann allen Ernstes so Pulver auf das Land gestreut, ein paar Sachen gemurmelt und andere ausgemessen hat, bevor er (Gott sei Dank) verkündet hat, dass das Land sehr gut sei und viel "Tüü" habe. Whatever.

 

Ja, und am Sonntag gab es dann nochmal ein Mittagessen bei Tinas Tante... Ich kann nicht mehr! Wirklich! Wenn ich auch nur an Essen denke wird mir schon schlecht :( Außer natürlich bei der Schokolade, die ich gerade esse, die ist in Ordnung ;)

Dann habe ich auch noch jede Menge Geld bekommen, wie es in China zum Neujahr so üblich ist (siehe allerletztes Bild) und zwar in einem sog. hongbao/红包. Das war eigentlich das Beste an diesem Trip :P Ne ernsthaft, ich bin froh, heute Abend wieder in Chengdu angekommen zu sein. Ich hatte schon fast Heimweh...

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Kommentare: 3
  • #1

    die Dorle (Sonntag, 26 Januar 2014 17:01)

    Limerick aus einem Limerick-Büchlein:

    There was a young man from Ealing
    who had a peculiar feeling.
    When there was a sign on the door
    "Don't spit on the floor"
    he immediately spat at the ceiling.
    :-)

  • #2

    Ines Mama (Sonntag, 26 Januar 2014 19:50)

    4 kg in nicht ganz drei Wochen abgenommen. Und dann gab es gestern ein 5gängiges Menü dass ich brav bis zum letzten Löffel Panna Cotta aufgegessen habe... Lucy, ich fühle mit Dir!

  • #3

    Paula (Donnerstag, 30 Januar 2014 02:57)

    Lucylein, schau mal auf die Anzeige da rechts :D über die hälfte ist schon geschafft!!!!!!!
    :D :D <3

Zeit in China:

你好!

Ich heisse Lucy, komme aus München und bin 15 Jahre alt. Von August 2013 bis Juni 2014 verbringe ich 10 Monate in China.

Kontaktieren könnt ihr mich gerne unter:

lucy.roellecke@gmail.com / Skype: lilo18181 / QQ: 1909833237